Wendy McNeill

Folk
© Holy Smoke
© Holy Smoke

Die kanadische Folk-Noir-Sängerin, die auf ihrem Facebook-Profil offenherzig Einblicke in ihre musikgewordene Gedankenwelt gibt, findet Inspiration vor allem in der weiten Natur ihrer Heimat, die sie auf Spaziergängen mit ihren beiden Hounds durchstreift. Darüber hinaus ist sie Fan von Underdogs aller Art – und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Zur Fauna ihres aktuellen Albums „Hunger Made You Brave“ gehören neben Hunden Rotkehlchen, Wolf, Fuchs und Bär, um die sie ihre Geschichten aus geloopten Vocals, Akkordeon und Gitarre spinnt. Ihre so schrägen wie tiefsinnigen Erzählungen, die von The Globe and Mail-Journalist Robert Everett-Green als „Kurzmeldungen aus einem Post-Rock-Kabarett“ beschrieben wurden, pendeln zwischen nahezu masochistischer Hingabe und engelsgleichen Nicht-von-dieser-Welt-Chören, um sich letzten Endes zu einem mal überkandidelt-bunten, mal gleichsam makabren, aber stets wunderbar wunderlichen Gesamten zu vereinen.