Phil Siemers

Pop Soul
© Moritz Schleiffelder
© Moritz Schleiffelder

Er liebt analoge Sounds und Sixties Soul – kein Wunder, dass sein eigenes Songwriting ganz im Zeichen dieses Grooves steht. Das Spektakulärste an Phil Siemers aber ist wohl dieser unprätentiöse Gesang, der nicht die entfernteste Ähnlichkeit mit dem sich in ewigen Oohs und Aahs ergehenden Jammern moderner Soulbarden aufweist, sondern klar und pur ist jener von Bill Withers oder Otis Redding klingt. Nichts an dieser Musik ist gewollt, nichts strengt an.

Auch das Instrumentarium ist klassisch gehalten, ob minimalistisch mit zart gezupftem Bass, besengerührtem Schlagzeug und spärlichen Klaviertupfern oder sinnlich-opulent mit vollem Einsatz von Bläsern, Chören und Südstaatengottesdienstorgel. So geradlinig und natürlich, ja: handfest wie seine Musik ist auch das Storytelling des Fünfundzwanzigjährigen, das gern auf allzu Symbolisches verzichtet. Würde man für Musik das Prädikat „ehrlich“ vergeben – die von Phil Siemers wäre der aktuell heißeste Kandidat dafür.

Samstag20.45 Uhr

Phil Siemers

HfMT Young Talents