© McVirn Etienne Photography

Jamie Cullum

Großbritannien Jazz, Pop

Normalerweise verkaufen Jazz-Künstler keine zehn Millionen Alben in ihrer Karriere. Jamie Cullum hat das geschafft und ist damit Großbritanniens erfolgreichster Jazzmusiker. Cullums sagenhafter Erfolg rührt daher, dass er dieses Entertainment-Gen besitzt, mit dem zum Beispiel auch jemand wie Robbie Williams gesegnet wurde. Er sitzt eben nicht brav hinter seinem Flügel, sondern benutzt das schwarze Monstrum gern als Turninstrument und Absprungrampe für weite Sprünge hinein in die Bühnenmitte.

Das Publikum hat an diesem exaltierten Show-Gehabe seine Freude und genau das will Jamie Cullum: Spaß! Er rennt herum, er animiert zum Mitklatschen und Mitsingen, er scherzt mit den Fans. Doch Cullum zum Musikclown abzustempeln, täte ihm Unrecht. Er ist ein versierter Pianist und ein Sänger, der mühelos Standards neu interpretiert und es versteht, Balladen große Spannung zu geben. Und er kann genauso lässig swingen wie die großen Crooner des Swing. Ein Kritiker hat ihn einmal als „Sinatra in Turnschuhen“ bezeichnet. Durchaus zutreffend.