Golden Dawn Arkestra

Funk
© Daniel Patlan
© Daniel Patlan

Der Legende nach soll Golden Dawn Arkestra-Gründer Zapot Mgwana seinen Erzeuger nicht gekannt haben, weshalb ihm seine Mutter erzählte, Herman Poole Blount aka Sun Ra sei sein Vater. Kein Wunder, dass die Musik des imaginierten Sohnes nicht fern von dessen kosmischen Welten ist: Nicht nur entlehnte er bei ihm die aus der Verbindung der Begriffe Archē und Orchestra zusammengesetzte Bezeichnung Arkestra, auch verbreitet er nach eigener Aussage „interstellare Schwingungen für Sonnenkinder“. Und die entziehen sich bewusst der Zuschreibung eines Genres, das von dem mit „Band“ nur unzureichend umschriebenen, stets in königlich schimmernde Roben gewandten Avantgarde-Kollektiv lapidar mit „Other“ angegeben wird.

Tatsächlich aber eröffnet sich dem Hörer ein bläserdominiertes Experimentierfeld aus intergalaktischem Disco-Funk, psychedelischem Soul und rockigem Afrobeat, getrieben von Deep Grooves, überzogen mit cinematografischen Texturen, abgerundet von weithallenden Space-Echoes, angehalten, das Bewusstsein der Hörerschaft über die äußersten Bereiche des Kosmos hinaus zu transzendieren.