Bremer / McCoy

Jazz
© Malthe Ivarsson
© Malthe Ivarsson

Das Kopenhagener Duo Bremer/McCoy, zusammengesetzt aus Jonathan Bremer am Kontrabass und Morten McCoy an Piano, Wurlitzer, Rhodes und Tape Delay, spielt einen melodischen, nachgerade meditativen Dub-Jazz. Das kommt nicht von ungefähr, haben die beiden doch als Reggae-Band begonnen. Ausgehend von den jamaikanischen Rhythmen hat sich ihr Sound mit der Zeit in eine suggestive Mixtur verwandelt, die mal dem Jazz-Idiom zuneigt, mal in neoklassischen Gefilden mäandert. Das Geheimnis von Bremer/McCoy? Die meisten ihrer Stücke, die sie ganz klar als Songs bezeichnen, haben Texte – obwohl sie instrumental sind. Auf dem aktuellen Album „Utopia“, das von der Presse als „emotionaler Defibrillator“ bezeichnet wird, streift das Duo durch dänische Wälder. In denen herbstelt es zwar mächtig, doch kann bei diesem warmen Sound von Herbstdespression & Co. keine Rede sein.

FreitagTBA

Bremer / McCoy