Die Entwicklung, die der Jazz seit seinen Anfängen in den ersten zehn Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts vollzogen hat, ist so rasant, dass man leicht in Verlegenheit kommen kann, wenn es um die Frage geht, was Jazz denn eigentlich ist. Die üblichen Definitionen – Jazz sei eine in New Orleans aus einem kulturellen Verschmelzungsprozess entstandene Musik, durch starke Rhythmik und mehr oder weniger große Anteile an Improvisation gekennzeichnet – sind leider wenig hilfreich angesichts der heutigen Situation. Soll man nun alle Musik, in der improvisiert wird, als Jazz ansehen? Oder allein, weil die Musik groovt oder swingt?