Von starken Botschaften und schwedischem Funk

Musik kann eine Waffe sein, hat der legendäre nigerianische Musiker Fela Kuti einmal gesagt. Nneka ist eine seiner herausragenden Nachfolgerinnen, denn auf all ihren Alben finden sich politische und sozialkritische Texte über die Verhältnisse in Afrika und in Europa. Im kommenden Frühjahr erscheint ein neues Album der Künstlerin aus Nigeria, das sie beim ELBJAZZ 2018 präsentieren wird.

Genau 25 Jahre ist es her, dass „Mr. Red Horn“ Nils Landgren den Grundstein für seine in Europa konkurrenzlose Karriere als Posaunist, Sänger, Produzent, Mentor, Bigband-Leader und Festivalleiter legte. Acht Alben hat der Posaunist mit seiner Funk Unit veröffentlicht, das aktuelle Album heißt „Unbreakable“, auf dem auch langsam wummernde Grooves und relaxte Klänge zu hören sind.

Die Combo GoGo Penguin aus Manchester sieht sich eigentlich gar nicht als Jazz-Band. „Wir machen elektronische Musik auf akustischen Instrumenten“, sagt Pianist Chris Illingworth über das Konzept der Gruppe, zu der noch Schlagzeuger Rob Turner und Bassist Nick Blacka gehören. GoGo Penguin kreieren ihre Kompositionen auf Computer-Programmen und Loop-Stationen. Auf der Bühne übertragen sie diese Klänge jedoch auf ihre akustischen Instrumente.

Dass die NDR Bigband bisher bei jedem ELBJAZZ mit unterschiedlichsten Programmen dabei war, ist eine gute Tradition. Bei der nächsten Ausgabe wird das Jazz-Orchester, das zu den besten europäischen Groß-Ensembles gehört, ein Programm mit dem brasilianischen Sänger und Perkussionisten Joca Perpignan und dem aus Israel stammenden Pianisten Alon Yavnai präsentieren, deren Musik Klänge aus der ganzen Welt aufnimmt. 

Bei Matt Andersen hat es eine ganze Zeit gedauert, bis die Musikwelt auf ihn aufmerksam geworden ist, denn erst sein siebtes Album „Honest Man“ brachte den internationalen Durchbruch für den bärtigen Blues-Sänger und -Gitarristen aus Kanada. Seine ersten Alben veröffentlichte Andersen im Selbstverlag ohne ein bedeutendes Label im Hintergrund – doch Liveauftritte waren für ihn ohnehin wichtiger als die Studioarbeit. Andersen muss man auf der Bühne erlebt haben: Ihm glaubt man jedes Wort, jeden Schmerz, jede Lebensweisheit.

Außerdem bestätigt: KAT FRANKIE special acoustic performance | Mammal Hands | Echoes of Swing

Foto: Patrice Barth-Williams