Herausragende Stimmen, moderne Sounds und dynamische Improvisationen

Musik spielte sehr früh eine zentrale Rolle im Leben von China Moses, denn die Sängerin ist die Tochter von Dee Dee Bridgewater, einer der herausragenden Vokalistinnen des Jazz. Wie ihre Mutter ist auch China mit einer kraftvollen Stimme gesegnet, die es ihr erlaubt, sich in ganz unterschiedlichen Genres auszudrücken und sie zu einer gefeierten Soul- und Jazz-Diva mit ganz eigenem Stil werden ließ. Ihr aktuelles Album „Nightingales“ gehört zu den stärksten Vocal-Jazz-Alben des Jahres!

Marius Neset ist erst 32 Jahre alt, gilt aber bereits als einer der herausragenden europäischen Saxofonisten, der mit unterschiedlichen Sounds experimentiert: Jazz-Rock und Electronic kommen bei ihm genauso vor wie die Zusammenarbeit mit Streichern. Zum ELBJAZZ kommt er in kleiner Besetzung mit seiner sogenannten „working band“, zu der Petter Eldh (Bass), Anton Eger (Schlagzeug) und Ivo Neame (Klavier) gehören. Mit ihnen zusammen stellt er seine neue Platte „Circle of Chimes" vor, die heute erscheint.

Eine ähnliche musikalische Richtung wie Marius Neset verfolgt auch Theo Croker, dessen Großvater Doc Chetham als Trompeter bei Bessie Smith, Cab Calloway und Billie Holiday Jazz-Geschichte geschrieben hat: Er bringt in sein Spiel vieles von dem ein, was er an Musik gehört hat, also traditionelle und moderne Jazzformen genauso wie Hip-Hop und Electronic. Croker gilt als eines der großen Talente im zeitgenössischen Jazz, ist musikalischer Leiter von Dee Dee Bridgewater und spielt zudem auch auf dem aktuellen Album von China Moses. Beim ELBJAZZ performt er mit seiner Band Dvrk Funk.

Geboren wurde Omer Klein in Israel, doch seine jazzmusikalische Ausbildung erhielt der Pianist in den USA. Klein studierte in Boston bei Danilo Perez und später bei Fred Hersch und wurde in den Nuller-Jahren ein beachteter Musiker in der New Yorker Jazz-Szene. Inzwischen lebt der Virtuose in Düsseldorf. Zu seinem Trio gehören der Bassist Haggai Cohen-Milo und der Schlagzeuger Amir Bresler.

Um Perfektion geht es den vier Musikern von Web Web nicht – Roberto Di Gioia, Tony Lakatos, Christina von Kaphengst und Peter Gall versuchen, den Spiritual Jazz der 70er-Jahre wieder aufleben zu lassen. Die vier Routiniers spielen unaufgeräumte Grooves, sie lieben den freien Geist des Bebop, doch sie werden nicht zu ausufernd in ihren Improvisationen. „Die Musik muss intensiv atmen, dynamisch und impulsiv sein“, formuliert Di Gioia das Ziel des neu gegründeten Quartetts, das beim ELBJAZZ eines der ersten gemeinsamen Deutschland-Konzerte überhaupt spielt. Klingt nach einem spannenden Projekt mit Energie, Spielfreude und Seele.

Außerdem bestätigt: Django Bates & hr-Bigband | Eva Klesse Quartett | Goldings, Bernstein, Stewart Trio | CMQ Big Band

Foto: Sylvain Norget