Bernard Benant

Tony Allen

Für dieses Konzert in der Elbphilharmonie muss eine Reservierung erfolgen.

Art Blakey, der 1990 gestorbene legendäre Bop-Schlagzeuger, war ein wichtiger Einfluss für Tony Allen. Ende der 50er-Jahre fing Allen in Lagos/Nigeria an zu trommeln und orientierte sich vor allem am Spiel von Blakey und dessen Kollegen Max Roach, indem er Platten dieser virtuosen Drummer studierte. Später wurde der mittlerweile 76 Jahre alte afrikanische Trommler in Fela Kutis Band Africa 7 und in seinen eigenen Formationen zum Wegbereiter des Afro-Beats.

In diesem Jahr erweist Tony Allen seinem afroamerikanischen Vorbild die Ehre mit einem Tribute-Album, das auf dem Blue-Note-Label erscheinen wird – dem Jazzlabel also, auf dem Blakey in den 50er- und 60erJahren bahnbrechende Werke mit seinen Jazz Messengers herausgebracht hat. Mit seiner vierköpfigen Band wird Tony Allen seine Interpretationen der Blakey-Klassiker beim ELBJAZZ präsentieren. Zwischen dem Afroamerikaner, der als der afrikanischste Jazz-Trommler galt, und seinem nigerianischen Kollegen gibt es eine Menge Parallelen. Beide haben ihren eigenen Stil kreiert, beide waren zuerst „sidemen“ (Blakey bei Miles Davis und Thelonious Monk, Allen bei Fela Kuti); beide haben eine besondere Beziehung zu Paris. Allen lebt seit 1985 hier mit seiner Familie, Blakey nahm einige seiner besten Alben in Paris auf.

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