© Gerodie Wood

Theo Croker & Dvrk Funk

Theo Croker steht mitten zwischen Tradition und aktueller afroamerikanischer Musik. Sein Großvater Doc Chetham (1905-1997) hat als Trompeter bei Bessie Smith, Cab Calloway und Billie Holiday Jazz-Geschichte geschrieben. Sein Enkel hörte den Großvater zum ersten Mal, als er elf Jahre alt war und er war fasziniert von dessen Präzision und dessen scharfem Klang. Der 32 Jahre alte Musiker ist genauso beeinflusst von Hip-Hop-Beats und Rap. Er bringt in sein Spiel vieles von dem ein, was er an Musik gehört hat, also traditionelle und moderne Jazz-Formen genauso wie Hip-Hop und Electronic. „Escape Velocity“ heißt das aktuelle Album des Trompeters mit den Dreadlocks.

Theo Croker schreckt vor politischen Äußerungen nicht zurück und steht damit in einer Reihe mit den kritischen Musikern der Free-Jazz-Ära. Er hat zum Beispiel ein Stück mit dem Titel „Don’t Breathe“ geschrieben, das auf den Erstickungstod des 2014 in New York von Polizisten getöteten Eric Garner anspielt. Croker gilt als eines der großen Talente im zeitgenössischen Jazz. Zu seinen Unterstützern zählt unter anderem die Sängerin Dee Dee Bridgewater, viel gelernt hat er auch von inzwischen verstorbenen Trompetern Donald Byrd und Marcus Belgrave.

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