Patrice Barth-Williams

Nneka

Musik kann eine Waffe sein, hat der legendäre nigerianische Musiker Fela Kuti einmal gesagt. Nneka ist eine seiner herausragenden Nachfolgerinnen, denn auf all ihren Alben finden sich politische und sozialkritische Texte über die Verhältnisse in Afrika und in Europa, wohin viele Afrikaner geflohen sind. „My Fairy Tales“, 2015 erschienen, ist das aktuellste Album der zierlichen Sängerin mit der großen Stimme. Wesentlich inspiriert wurde es von den Erfahrungen, die Nneka in Frankreich mit Afrikanern gemacht hat, die dort in der Diaspora leben und unter Rassismus und Ausgrenzung zu leiden haben.

Die Sängerin, die lange in Hamburg gelebt hat und an der hiesigen Universität einen Abschluss in Anthropologie gemacht hat, äußert sich nicht nur auf ihren Platten politisch. Sie hat auch gemeinsam mit dem ehemaligen Kindersoldaten MC Ahmen Nyel aus Sierra Leone die Organisation „Rope Foundation“ gegründet, die Kindern die Möglichkeit gibt, sich durch ihre Kunst auszudrücken. Im kommenden Frühjahr erscheint ein neues Album der Künstlerin aus Nigeria.

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