Thron Ullberg

Nils Landgren Funk Unit

In Schweden war Nils Landgren schon in den 80er-Jahren ein geschätzter Musiker. Bis zu seinem internationalen Durchbruch ging aber noch eine ganze Zeit ins Land. Erst Anfang der 90er-Jahre nahm die Jazz-Szene außerhalb Schwedens Notiz von „Mr. Red Horn“. Der Mann mit der roten Posaune hatte sich nämlich in den Kopf gesetzt, Funk zu spielen, eine Domäne afroamerikanischer Musiker. „Eine Funkband aus Schweden? ,Vergiss es!’, war die Reaktion. Dann hat Rainer Haarmann vom JazzBaltica Festival uns entdeckt. Das war der Durchbruch. Auch wenn man aus Schweden kommt, kann man Funk spielen“, sagt Landgren. In der Tat sind es nun genau 25 Jahre, dass er den Grundstein für seine in Europa konkurrenzlose Karriere als Posaunist, Sänger, Produzent, Mentor, Bigband-Leader und Festivalleiter legte - mit seiner Funk Unit.

Acht Alben hat der Posaunist mit der Funk Unit veröffentlicht, das aktuelle Album heißt „Unbreakable“. Darauf wummert ein langsamer Groove bei Allen Toussaints „Just A Kiss Away“, relaxed klingt Herbie Hancocks „Stars In Your Eyes“ und auch „Rockin’ After Midnight“ von Marvin Gaye hat Landgren neu interpretiert. Wie sagt er so treffend über sein Instrument: „Mit der Posaune kann man alles ausdrücken. Sie kann weich und balladesk klingen, aber auch laut trötend wie ein Elefant.“

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