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Jan Garbarek

Der Reservierungsprozess für dieses Konzert in der Elbphilharmonie ist abgeschlossen.

Zum Saxofon ist Jan Garbarek gekommen, als er 1961 als 14-jähriger im Radio John Coltrane hörte. Der norwegische Teenager brachte sich nach diesem Schlüsselerlebnis das Spielen selber bei, nur fünf Jahre später trat er mit seiner Band beim renommierten Molde Festival auf. Seit dieser Zeit hat sich der Saxofonist mit den weit ausschwingenden Melodien zu einer der wichtigsten europäischen Stimmen im Jazz entwickelt.

Sein deutscher Produzent Manfred Eicher vom ECM-Label hat Garbareks Stil als „asketischen Sound“ bezeichnet. Der Norweger gehört nicht zu den Schnellspielern. Er versucht, jeder Note eine Bedeutung zu geben, er hat seinen eigenen Klangkosmos entwickelt und einen unverwechselbaren Ton gefunden. Seine Melodien orientieren sich am Gesang und zuweilen auch an norwegischer Folklore. „Die menschliche Stimme ist mein Ideal“, sagt er. Aus dem Jazz-Kontext ist Garbarek spätestens herausgetreten, als er Mitte der 90er-Jahre mit dem britischen Hilliard Ensemble gemeinsam musizierte. Sein Saxofon wurde in der Vokalgruppe zur fünften Stimme. Garbareks Klang besitzt eine Reinheit, so klar wie das Wasser eines norwegischen Fjords. Die Intensität seines Spiels macht ihn zu einer außergewöhnlichen Musikerpersönlichkeit. Garbarek ist pure Magie.

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