Jaime Massieu

CMQ Big Band plays Beny Moré

Für dieses Konzert in der Elbphilharmonie muss eine Reservierung erfolgen.

Beny Moré gilt als der bedeutendste und populärste Sänger und Interpret von Son, Mambo und Bolero in Kuba. An seiner Beerdigung 1963 in Havanna nahmen etwa 100.000 Menschen teil – und das zu einem Zeitpunkt, an dem Tanzmusik auf der Karibikinsel bereits von Staats wegen verpönt war. Noten und Partituren aus den 50er-und 60er-Jahren gibt es nicht mehr.

Ein junger kubanischer Pianist, der inzwischen in Madrid lebt, hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Vermächtnis von Beny Moré zu bewahren. Luis Guerra (34) hat sich viele Kompositionen der Banda Gigante, so hieß Morés Band, vorgenommen und sie komplett für alle Orchesterstimmen neu notiert. Nach der Transskription gründete Guerra die CMQ Bigband, die ausschließlich Moré-Stücke spielt. 2013 feierte er mit dem 17-köpfigen Ensemble Premiere im Madrider Jazzclub Bogui. Die Bigband besteht aus einer Reihe junger hochtalentierter kubanischer und spanischer Musiker. Guerra selbst gilt als einer der besten Jazz-Pianisten in Spanien. Beim ELBJAZZ gibt die CMQ Bigband ihre Deutschland-Premiere. Mit den berühmten Songs von Beny Moré ist die CMQ Bigband so etwas wie der Buena Vista Social Club der jungen kubanischen Generation.